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title: "Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung für realistische Kundenpräsentationen"
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last_updated: "2025-11-10T15:19:24.559Z"
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# Pro-Modus: Professionelle 3D-Planung für realistische Kundenpräsentationen

Der Pro-Modus im Solarexperten bietet maximale Flexibilität und erstellt realistische 3D-Modelle Ihrer PV-Projekte. Er eignet sich für alle Dachtypen und unterstützt Sie bei einem detaillierten, professionellen Planungsprozess. In diesem Artikel lernen Sie den 5-Schritt-Prozess kennen, mit dem Sie beeindruckende 3D-Präsentationen für Ihre Kunden erstellen.

## Was ist der Pro-Modus?

Der Pro-Modus ist das professionelle Planungswerkzeug im Eturnity Solarexperten. Im Gegensatz zum Basic-Modus modellieren Sie hier das *gesamte Gebäude in 3D* – nicht nur einzelne Dachflächen. Das Ergebnis ist ein realistisches 3D-Modell, das Ihre Kunden direkt im Angebot sehen.

**Vorteile des Pro-Modus:**

-   **Realistische 3D-Darstellung** – Überzeugende Visualisierung für Kundenpräsentationen
-   **Automatisches Gesamtgebäude-Modell** – Alle Dachflächen werden gleichzeitig erstellt
-   **Für alle Dachtypen geeignet** – Von einfachen Satteldächern bis zu komplexen Gauben
-   **Professionelle Zusatzfunktionen** – Schattenlauf, Verschattungsanalyse, Import von Grundrissen und 3D-Modellen
-   **Präzise und symmetrisch** – Intelligente Werkzeuge für exakte Gebäudemodellierung

> 💡 **Unterschied zum Basic-Modus:** Im Basic-Modus zeichnen Sie einzelne 2D-Dachflächen. Im Pro-Modus erstellen Sie ein vollständiges 3D-Gebäudemodell, aus dem automatisch alle Dachflächen mit korrekter Geometrie entstehen.

## Video-Tutorial: Pro-Modus Schritt für Schritt

In diesem Video aus unserem Video Training Center sehen Sie den gesamten Prozess in Aktion:

[Synthesia video player - Dachplanung im Pro-Modus](https://share.synthesia.io/embeds/videos/8fa0e932-06c9-4c21-9be7-aa325fc8fda5?language=de)

## Der 5-Schritt-Prozess im Pro-Modus

Die Planung im Pro-Modus folgt einem strukturierten 5-Schritt-Prozess. Die Schritte 3 und 4 (Störobjekte und Randabstände) sind optional, je nach Projekt:

1.  **Kartenmaterial auswählen** – Beste Qualität sicherstellen
2.  **Grundriss zeichnen** – Äußere und innere Dachkanten
3.  **Dach extrudieren** – 3D-Modell erstellen
4.  **Störobjekte einzeichnen** (optional) – Dachfenster, Kamine, etc.
5.  **Randabstände anpassen** (optional) – Wenn diese von Standardwerten abweichen
6.  **Module platzieren** – Dachflächen mit Modulen belegen

## Schritt 1: Das beste Kartenmaterial auswählen

Wie im Basic-Modus beginnen Sie mit der Auswahl des optimalen Kartenmaterials. Dies ist *besonders wichtig* im Pro-Modus, da Sie das gesamte Gebäude modellieren.

**Empfohlene Vorgehensweise:**

1.  Öffnen Sie die Kartenauswahl auf der rechten Seite
2.  Testen Sie verschiedene Optionen:
    -   **Orthofotos** ohne Verzerrung ermöglichen noch präzisere Modelle 
        -   Deutschland: **BKG Orthofotos** 
        -   Schweiz: **SwissTopo**
        -   Österreich: **Basemap.at**
    -   **Bing Satellitenbilder**
    -   **Google Satellitenbilder**
3.  Wählen Sie das Kartenmaterial mit:
    -   Senkrechter Aufnahme von oben (keine Hauswände sichtbar)
    -   Hoher Auflösung und guten Kontrasten
    -   Aktueller Aufnahme ohne Schatten

> ⚠️ **Kritischer Erfolgsfaktor:** Orthofotos werden immer senkrecht von oben aufgenommen und enthalten keine Verzerrungen. Satellitenbilder mit sichtbaren Hauswänden verzerren das Dach und machen es schwerer, symmetrisch zu zeichnen. Die Investition von 30 Sekunden in die richtige Kartenauswahl spart Ihnen 10 Minuten Korrekturarbeit!

## Schritt 2: Grundriss und innere Dachkanten zeichnen

Im Pro-Modus zeichnen Sie immer das **gesamte Gebäude**. Das bedeutet: zuerst die äußeren Gebäudekanten (Grundriss), dann die inneren Dachkanten (Dachfirste, Kehlen, etc.).

### Äußeren Grundriss zeichnen

1.  Wählen Sie das **Dach-Werkzeug** aus der Werkzeugleiste
2.  Beginnen Sie an einer langen, geraden Außenkante des Gebäudes
3.  **Nutzen Sie die Einrastfunktionen intensiv:**
    -   **90° Winkel** rasten automatisch ein
    -   **Parallele Linien** werden durch den Kreis-Indikator angezeigt
    -   **Gleiche Längen** gegenüberliegender Seiten
4.  Arbeiten Sie sich systematisch um das Gebäude herum
5.  Schließen Sie den Grundriss mit einem **Doppelklick** am Endpunkt

**Warum symmetrisch zeichnen?** Ein symmetrischer Grundriss führt zu einem präzisen und symmetrischen 3D-Modell. Die Einrastfunktionen helfen Ihnen dabei automatisch – lassen Sie sich von den visuellen Hinweisen leiten!

### Innere Dachkanten einzeichnen

Nach dem Grundriss zeichnen Sie die inneren Dachkanten ein. Bei einem einfachen Satteldach ist das nur der Dachfirst:

1.  Das **Dach-Werkzeug** ist noch aktiv
2.  Bewegen Sie den Cursor zur Mitte einer Gebäudekante
3.  Der **Mittelpunkt-Einrastmechanismus** aktiviert sich automatisch
4.  Klicken Sie am Mittelpunkt, um den Dachfirst zu starten
5.  Ziehen Sie zum Mittelpunkt der gegenüberliegenden Seite
6.  Klicken Sie erneut – der Dachfirst ist fertig

> 💡 **Profi-Tipp:** Der Mittelpunkt-Einrastmechanismus ist Ihr bester Freund für symmetrische Gebäude. Er stellt sicher, dass der Dachfirst exakt in der Mitte verläuft und Sie ein perfekt symmetrisches 3D-Modell erhalten.

**Komplexere Dächer:** Für Dächer mit mehreren Firsten, Gauben oder Versätzen lesen Sie den Artikel *"Komplexe Dächer und Gauben modellieren"*. Dort werden die erweiterten Techniken wie geteilte Dachkanten im Detail erklärt.

## Schritt 3: Dach extrudieren und 3D-Modell erstellen

Jetzt kommt der "magische Moment": Sie verwandeln den 2D-Grundriss in ein 3D-Gebäudemodell.

1.  Wechseln Sie zum **Höhen-Werkzeug** in der Werkzeugleiste
2.  Wählen Sie die **höchste Dachkante** aus (in der Regel der Dachfirst)
3.  Die ausgewählte Linie wird hervorgehoben
4.  **Vergrößern Sie die 3D-Vorschau** oben rechts, um die Veränderungen zu sehen
5.  **Halten Sie die Maus gedrückt** auf der ausgewählten Linie
6.  **Ziehen Sie gegen den oberen Bildschirmrand**
7.  Beobachten Sie in der 3D-Vorschau, wie sich das Dach extrudiert
8.  Lassen Sie los bei der gewünschten Neigung (z.B. 30°)

**Was passiert beim Extrudieren?** Der Solarexperte berechnet automatisch die komplette 3D-Geometrie aller Dachflächen basierend auf dem Grundriss und den inneren Dachkanten. Sie müssen keine einzelnen Dachflächen manuell erstellen – das System macht das intelligent für Sie!

## Schritt 4 (optional): Störobjekte modellieren

Nachdem das 3D-Modell steht, können Sie Störobjekte wie Dachfenster, Kamine und Lüftungen einzeichnen.

### Störobjekte einzeichnen

1.  Aktivieren Sie das **Werkzeug für Hindernisse**
2.  Zoomen Sie näher an das Störobjekt heran für präzises Zeichnen
3.  Zeichnen Sie die Kontur des Störobjekts (z.B. Dachfenster)
4.  Nutzen Sie die **90° Einrastwinkel** für rechtwinklige Objekte
5.  Schließen Sie die Form mit einem Doppelklick

### Störobjekt-Eigenschaften einstellen

Standardmäßig sind Störobjekte "dachparallel" (sie folgen der Dachneigung). Für Kamine oder andere aufragende Objekte müssen Sie das ändern:

1.  Wählen Sie das Störobjekt aus (z.B. den Kamin)
2.  Oben in den Einstellungen deaktivieren Sie **"Dachparallel"**
3.  Geben Sie die **tatsächliche Höhe** des Objekts ein (z.B. 1,5 m für einen Kamin)
4.  Das Objekt wird nun in der 3D-Ansicht korrekt dargestellt

**Warum Störobjekte einzeichnen?** Beim automatischen Belegen mit Modulen (Doppelklick) werden Störobjekte mit den korrekten Mindestabständen automatisch berücksichtigt. Das spart Ihnen das manuelle Löschen einzelner Module. Außerdem werden Störobjekte bei der Verschattungsanalyse berücksichtigt.

## Schritt 5 (optional): Randabstände anpassen

Der Solarexperte verwendet standardmäßig einen Randabstand von 200 mm zu allen Dachkanten. Dieser kann bei Bedarf angepasst werden:

1.  Wechseln Sie zum **Randabstand-Werkzeug**
2.  Wählen Sie eine Dachfläche aus
3.  Passen Sie die Randabstände an:
    -   **Alle gleichzeitig** – Einheitlicher Abstand überall
    -   **Einzeln pro Seite** – Unterschiedliche Abstände je nach Anforderung

**Typische Anwendungsfälle:** Größerer Abstand zur Dachrinne, geringerer Abstand zum First, spezielle bauliche Anforderungen.

## Schritt 6: Module platzieren

Jetzt belegen Sie die Dachflächen mit Modulen. Der Pro-Modus bietet zwei Hauptmethoden:

### Methode 1: Automatische vollständige Belegung (empfohlen)

Die schnellste und meistgenutzte Methode, besonders wenn Sie bereits Störobjekte eingezeichnet haben:

1.  Wechseln Sie zum **Modulfeld-Werkzeug**
2.  Machen Sie einen **Doppelklick** auf eine Dachfläche
3.  Die gesamte Dachfläche wird automatisch mit Modulen belegt
4.  Störobjekte werden mit den entsprechenden Mindestabständen berücksichtigt
5.  Wiederholen Sie dies für weitere Dachflächen

**Vorteil:** Ein Doppelklick pro Dachfläche – und fertig! Die intelligente Belegung berücksichtigt automatisch alle Randabstände und Störobjekte.

### Methode 2: Einzelne Modulflächen zeichnen

Wenn Sie nur bestimmte Bereiche belegen möchten:

1.  Wählen Sie das **Modulfeld-Werkzeug**
2.  Klicken Sie **einmal**, um eine Modulfläche zu starten
3.  Zeichnen Sie die gewünschte Fläche auf dem Dach
4.  Die Fläche wird automatisch mit Modulen gefüllt

**Anwendungsfall:** Teilbelegung des Dachs, spezifische Designvorgaben, oder schrittweises Vorgehen bei komplexen Dächern.

### Moduleinstellungen anpassen

Für jedes Modulfeld können Sie detaillierte Einstellungen vornehmen:

1.  Wählen Sie ein Modulfeld aus (blau markiert)
2.  Auf der **linken Seite** finden Sie alle Einstellungen:
    -   **Modul:** Wählen Sie ein anderes Modul aus Ihrer Bibliothek
    -   **Unterkonstruktion:** Anpassen des Montagesystems
    -   **Modulanordnung:** Horizontal oder vertikal
    -   **Weitere Optionen:** Je nach Modultyp und Projektanforderungen

## Zusatzfunktionen im Pro-Modus

Der Pro-Modus bietet weitere professionelle Funktionen, die im Basic-Modus nicht verfügbar sind:

### Schattenlauf-Simulation

Visualisieren Sie, wie sich Schatten im Tagesverlauf über Ihre Module bewegen. Dies hilft, Verschattungsprobleme zu erkennen und die optimale Modulplatzierung zu finden.

### Verschattungsanalyse

Die Verschattungsanalyse zeigt Ihnen in der 2D-Ansicht farbcodiert, wie stark einzelne Module über das Jahr verschattet sind. 

**Praktischer Nutzen:** Identifizieren Sie Module, die aufgrund von Verschattung wenig Ertrag bringen und eventuell weggelassen werden sollten.

### Grundriss und 3D-Modell Import

Sie können vorhandene Grundrisse oder 3D-Modelle (z.B. aus Drohnenaufnahmen) importieren und als Grundlage für Ihr Modullayout nutzen. Dies ist besonders bei sehr komplexen Gebäuden oder wenn bereits CAD-Daten vorhanden sind hilfreich.

> 💡 **Profi-Tipp:** Der Import von Drohnen-3D-Modellen ermöglicht extrem präzise Planungen, besonders bei schwierigen Dachgeometrien oder wenn kein Vor-Ort-Termin möglich ist.

## Vergleich: Wann Pro-Modus, wann Basic-Modus?

| Kriterium | Basic-Modus | Pro-Modus |
| --- | --- | --- |
| **Lernkurve** | 5 Minuten | 15-20 Minuten |
| **Planung pro Projekt** | 3-5 Minuten | 3-10 Minuten |
| **Dachflächen** | Am besten für eine Fläche | Beliebig viele Flächen |
| **3D-Modell** | Nein | Ja, realistisch |
| **Komplexe Dächer** | Weniger geeignet | Optimal |
| **Kundenpräsentation** | Funktional | Professionell & beeindruckend |
| **Verschattungsanalyse** | Nein | Ja |
| **Beste Anwendung** | Schnelle Richtangebote | Finale Angebote & Verkauf |

## Zusammenfassung: Wann den Pro-Modus nutzen?

Der Pro-Modus ist die richtige Wahl, wenn:

-   Sie ein **professionelles 3D-Modell** für Ihre Kundenpräsentation benötigen
-   Das Projekt **mehrere Dachflächen** hat
-   Sie **komplexe Dachgeometrien** korrekt abbilden müssen
-   Sie **Verschattungsanalysen** durchführen möchten
-   Sie einen **Schattenlauf** visualisieren wollen
-   Sie das **finale Angebot** nach dem Vor-Ort-Termin erstellen

**Erwartetes Ergebnis:** Mit dem Pro-Modus erstellen Sie in 5-10 Minuten ein vollständiges, realistisches 3D-Modell inklusive Modulbelegung, das Ihre Kunden beeindruckt und Ihre Abschlussquote erhöht.

## Nächste Schritte

Nachdem Sie die Grundlagen des Pro-Modus beherrschen, empfehlen wir diese weiterführenden Artikel:

-   **Dachflächen nach Maß zeichnen und anpassen** – Präzise Maße vom Vor-Ort-Termin korrekt umsetzen
-   **Module flexibel platzieren: Techniken und Best Practices** – Optimierung Ihrer Modulfelder
-   **Komplexe Dächer und Gauben modellieren** – Fortgeschrittene Techniken für anspruchsvolle Gebäude

Das komplette [**Video Training Center – Modul 3**](https://eturnity.productfruits.help/de/article/modul-3) enthält weitere praktische Beispiele und zeigt alle Funktionen im Detail.
